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Calvary Chapel Missions e.V. // Alte Eisenstrasse 6 // 57080 Siegen // info@projekt-mendok.org

Montag, 16. Januar 2012

Nepal in Münster

Wie jetzt?!
Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich ein Stück Nepal finde, wenn ich zum ersten Mal in meinem Leben in Münster bin. Im Herbst hatten wir einen jungen Tibeter in Pokhara kennen gelernt, der gerne die Bibelschule in Siegen besuchen möchte. Dabei stellte sich heraus, das sein Vater in Münster lebt und arbeitet. Den wir dann auch letzten Sonntag besucht haben. Er hat sich so gefreut, dass er irgendwann mitten im Gespräch sagte, uns hier zu haben sei so, wie ein Stück Familie da zu haben. Und das bei unserem ersten Treffen! Es hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig Beziehung und Freundschaft in Nepal ist. Das ist, neben der Vermittlung von medizinischer Hilfe, eines unserer Ziele für die Reise im April.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Little is Much

Den Fünftklässlern hatte ich versprochen, dass ich ihnen Fotos von Nepal zeigen würde, wenn sie bis dahin gut mitarbeiten und wir den Stoff entsprechend durch bekommen würden. Sie waren einfach Zucker in den letzten Wochen, und heute war es so weit: Geschichten und Bilder von Frau Ehring in Nepal. Peter* fragte immer nach der Geschichte, die ich beim Nachsitzen-Beaufsichtigen erzählt hatte (am Ende wollten sie alle ihre Hausaufgaben vergessen, um zum Nachsitzen zu müssen...).
Neben den ganzen Abenteuerbildern und -geschichten war es mir auch wichtig, den Kids zu erklären, warum wir das alles machen. Dass Gott jeden einzelnen Menschen so sehr liebt, dass Er alles tut, um diesem einen Menschen Seine Liebe zu zeigen. Und dass ich deshalb immer spare und versuche, so oft es geht, nach Nepal zu fliegen, um den Menschen diese Liebe weiter zu geben.
Als die Stunde zu Ende war, stand Miriam* auf. Sie ist eine ganz kleine, zierliche, bei der man sich nicht immer sicher ist, ob sie alles mitkriegt. Aber heute hatte sie super aufgepasst und viel nachgefragt. Da stand sie vor mir, sah mich mit großen Augen hinter dicken Brillengläsern an und streckte mir ihre Hand entgegen.
"Hast du was für mich?" fragte ich sie und sie nickte und drückte mir das, was in ihrer Hand war, in die meine. "Oh", sagte ich, "ist das für Nepal?" Und Miriam nickte nur. Am liebsten hätte ich sie umarmt, aber so was mag sie nicht gerne. Könnt ihr euch vorstellen, dass dieses Mädel alles Kleingeld, was sie mit in der Schule hatte, mir gegeben hat für die Menschen in Nepal?! Mich hat das völlilg umgehauen. Die 3x 50 Cent liegen in meiner Nepal-Box und ich kann mir nicht helfen, ich muss schon den ganzen Tag an die 5 Brote und 2 Fische denken... es reichte für alle, und es blieb sogar noch was übrig.
Gott segne die kleine Miriam!


*Name geändert

Montag, 19. Dezember 2011

Gesegnete Weihnachten

wünschen wir allen unseren treuen Unterstützerinnen und Unterstützern!
Ein Rundbrief mit neuen Informationen ist in Arbeit, wer den noch nicht bekommt kann ihn gerne anfordern unter info@projekt-mendok.org
Im Moment planen wir für April 2012 - Mendok benötigt eine abschließende OP und Kunsang, ein Mädchen, das ebenfalls in Lupra in die Schule geht, eine umfassende Zahnbehandlung. Im neuen Outfit wird euch der Blog auf dem laufenden halten.

Mittwoch, 9. November 2011

Weitere OP steht morgen an

Morgen, Donnerstag, 10.11., wird Mendok noch einmal an der Nase operiert. Danach beginnt die Heimreise nach Mustang.
Im April muss sie dann noch mal eine abschließende OP erhalten. Gerne dürft ihr uns dabei wieder unterstützen!

Montag, 7. November 2011

Eine Reisernte lang...

Wir waren nur eine Reisernte lang weg.
Dieser Satz war in meinem Kopf, als wir auf dem Weg von Kathmandu nach Pokhara an den Reisfeldern vorbei fuhren, auf denen gebündelte Garben standen. Jetzt sind wir in einem sonnigen Deutschland, in dem das Grün vor der Abreise den goldenen Farben des Herbstes gewichen ist.
Da der Arbeitsalltag uns schon wieder hat, dauert die Aktualisierung des Blogs leider noch ein paar Tage. Danke für eure Geduld! Wer schon mehr wissen möchte, kann gerne den Rundbrief anfordern.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Gott ist immer noch größer

Auch, wenn ich zwischendurch schon mal am Zweifeln war – es ist einfach unglaublich viel sehr verdichtet Arbeit noch zu erledigen für die meisten aus dem Team vor unserem Abflug – nach und nach bestätigt es sich, wie richtig es ist, nächsten Freitag nach Nepal zu fliegen.

1. Unser Freund Phil: er ist mittlerweile in Katmandu im Krankenhaus, seine Frau Manju begleitet ihn. Er schreibt, er sei sehr schwach und hätte einen dramatischen Gewichtsverlust erlitten. Als ich das letzte Mal von ihm hörte, hatte er die Ergebnisse der Ärzte noch nicht vorliegen. Bitte, betet weiter für ihn!
2. Familie Schmieg: von ihnen habe ich noch nicht berichtet, ich kenne sie auch nicht persönlich. Sie waren mit dem Forum Wiedenest in Nepal, um in einem sehr abgelegenen Bergdorf unter den Sherpas dort zu arbeiten. Im April haben wir erfahren, dass ihr kleiner Sohn ständig krank ist. Jetzt mussten sie Hals über Kopf zurück, da der Sohn eine ernsthafte Erkrankung hat. Die meisten ihrer Sachen sind noch in Nepal; sie suchen auch nach jemandem, der die Arbeit dort unter den Sherpas übernimmt.
3. Im Moment haben wir keinen Kontakt nach Mustang und müssen wahrscheinlich alles bei unserer Ankunft in Katmandu erledigen und regeln. Durch Phils Krankheit wird das sehr abenteuerlich mit unseren Tickets und Genehmigungen.

So sehr angegriffen scheint alles, was mit diesem Land zu tun hat!
Jeden Morgen, wenn ich auf den Parkplatz bei meiner Schule fahre, sehe ich das Plakat an der Fensterfront: „Gott ist immer noch größer“. Eigentlich geht es weiter mit „…als der Krebs“; Gott hat einen Kollegen auf wunderbare Art geheilt und seine Schülerinnen und Schüler haben dieses Plakat geschrieben und in ihrem Klassenzimmer im ersten Stock außen an die Fenster gehangen.  Den zweiten Teil hat der Regen weggewaschen. Für mich ist das ein Bild, dass ich alles dort einsetzen darf, was mir Not macht, was im Weg steht, was schwierig zu sein scheint. GOTT IST IMMER NOCH GRÖSSER!